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Großer Besuch bei den Twisters von einem Ehemaligen

Beim letzten Heimspiel der Twisters fiel ein junger Mann besonders auf. Einige erkannten ihn sofort und freuten sich, anderen war der blonde Hüne von 2,12 Metern unbekannt, obwohl er ja schon sehr nach Basketballer aussah. Daher wollen wir euch die Hintergründe seiner Basketballgeschichte erzählen, denn Björn Rohwer ist der erfolgreichste männliche Basketballer, den der BBCR hervorgebracht hat und der derzeitig in der 2. Basketball Bundesliga Pro A für die VFL Sparkassen Stars Bochum auf Korbjagd geht und sein Hobby zum Beruf machen konnte.

Hey Björn, schön, dass du beim letzten Heimspiel der Twisters gewesen bist. Das hat alle, die dich kennen, richtig gefreut. Erzähl doch allen anderen mal, was für eine Verbindung du zum BBCR und den Twisters hast.

„Es hat mich auch sehr gefreut, dass ich es mal wieder geschafft habe, zum Twister Spiel zu kommen und dabei zu sein. Da die Bundesliga an diesem Wochenende spielfrei hatte, war ich auf Heimaturlaub und konnte mir ein Spiel der Twisters ansehen.  In den letzten zwei Jahren habe ich in der Sommerpause immer mit den Jungs zusammen trainiert und daher wollte ich sie unbedingt mal wieder live sehen. Ich selbst bin im BBCR groß geworden und habe alle Jugendaltersklassen ab der U12 durchlaufen, dann 2. Herren und schließlich Twisters gespielt. Ich war Teil des Aufstiegsteams aus der 2. in die 1. Regionalliga und habe dort noch eine Saison das Twister Trikot getragen, bevor ich dann nach meinem Abitur den Sprung in die 1. Bundesliga nach Ulm gewagt habe. Mein Kontakt zu den Jungs, Bjarne und Antje ist danach nie abgerissen und wir sind auch heute noch im regelmäßigen Austausch.“

Wie schätzt du unser aktuelles Twister Team ein und was gefällt dir an diesem vielleicht besonders?

„Mir hat besonders gefallen, was für eine gute Teamchemie hier herrscht und wie viel Energie die Jungs auf das Feld gebracht haben. Der Siegeswillen und Kampfgeist waren großartig und dennoch hatten alle viel Spaß miteinander. Ich glaube, die müssen sich dieses Jahr vor niemandem verstecken und sind ja auch im Play-Off-Rennen und dafür wünsche ich ihnen alles Gute!“

Wie bist du eigentlich zum Basketball gekommen?

„Fußball war irgendwie noch nie mein Ding und dann bin ich über eine AG in der Schule zum Basketball gekommen. Als ich dann von der Grundschule in Jevenstedt nach Rendsburg auf das Gymnasium gewechselt habe, bin ich über ein Basketballcamp auf den BBCR aufmerksam geworden und habe mit viel Spaß an diesem teilgenommen. Danach bin ich dann in den BBCR eingetreten und habe meine gesamte Basketballjugendzeit dort verbracht.“

Wann und wieso hast du Rendsburg verlassen?

„Ich habe Rendsburg nach meinem Abitur im Mai 2015 verlassen. Da ich nicht so genau wusste, was ich machen will, habe ich überlegt, Basketballprofi zu werden und hatte glücklicherweise das Angebot, in die Mannschaft der  1. Bundesliga von Ratiopharm Ulm hineinzuwachsen, dort zu trainieren und einige Kurzeinsätze zu bekommen. Ergänzend habe ich noch in der 2. Bundesliga beim Ulmer Farmteam viel Spielpraxis bekommen.“

Wo spielst du heute Basketball und wie läuft deine Saison für dich persönlich und für dein Team?

„Momentan spiele ich für die Sparkassen Stars Bochum in der 2. Bundesliga Pro A. Unsere Saison war bisher durchwachsen, aber mittlerweile haben wir drei Spiele Vorsprung auf einen Abstiegsplatz und wenn wir noch ein oder zwei Siege holen, sollte es sicher sein, dass wir mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben. Damit hätten wir unser Minimalziel erreicht. Für mich persönlich war es bisher eine Saison mit vielen Ups und Downs und nicht so einfach, da ich im Herbst eine leichte Knieverletzung hatte und knapp drei Wochen pausieren musste. Dann hatten viele meiner Mitspieler Corona und wir haben teilweise Spiele nur zu siebt gespielt. Ende Dezember hat es mich dann auch erwischt und ich musste in Quarantäne. Und danach war der Einstieg sehr schleppend für mich, bis ich mich wieder besser und fitter gefühlt habe. Mittlerweile geht es mir wieder besser und ich freue mich, die letzten sechs Spiele wieder voll angreifen zu können.“

Wie sieht denn eigentlich der Alltag eines Profi-Basketballers aus?

„In der Regel haben wir so acht bis neun Trainings pro Woche und in der Saisonvorbereitung waren es sogar noch mehr, zum Teil drei Einheiten pro Tag. Im Moment haben wir an fünf Abenden in der Woche Teamtraining und die anderen Termine sind unterschiedlich, von Technik- über  Kleingruppen- bis  Krafttraining variiert das immer so, wie der Coach es für wichtig hält. Außerdem haben wir ergänzend noch Team und Videomeetings, bei denen organisatorische Sachen und Gegneranalysen durchgegangen werden. Vor zwei Jahren habe ich ergänzend noch ein Fernstudium gestartet und da versuche ich auch, bis zu drei Stunden pro Tag etwas für die Uni zu tun.“

Was machst du, wenn dein Basketball-Akku mal total leer ist und dein Körper nach einer Pause ruft?

„Für mich ist dann am besten, mit meiner Freundin rauszukommen, oder, wenn es sich lohnt, tut es auch immer sehr gut, für ein paar Tage nach Hause zu fahren und mich von Mama bekochen zu lassen und mal nicht an Basketball denken zu müssen.“

Wo sehen wir Björn Rohwer in fünf Jahren? Was sind deine Zukunftspläne?

„Das ist eine sehr gute Frage ;-). Ich will auf jeden Fall mein Fernstudium beenden und solange noch parallel professionell Basketball spielen, zumindest solange mein Körper das noch mitmacht und ich Lust darauf habe. Es ist eigentlich noch relativ offen, aber es wäre schon schön, wenn ich wieder näher an mein Zuhause kommen, oder sogar in Rendsburg bzw. Umgebung wohnen könnte.“

Basketball-Vita Björn Rohwer (25.08.1995)

Grundschulzeit                     Basketball AG

2005                                     über das Basketballferiencamp zum BBCR

Danach                                 Spieler in allen Jugendaltersklassen des BBCR

Ab 2011                                Spieler der 2. Herren und folgend auch der Twisters

2013                                      Aufstieg mit den Twisters in die 1. Regionalliga Nord

2014                                      Teilnahme an der U18 Europameisterschaft mit der Nationalmannschaft

2015                                      Wechsel zu Ratiopharm Ulm in die 1. Bundesliga

2018                                      Wechsel zu Schalke04 in die 2. Bundesliga Pro A

2020                                      Wechsel zu Rasta Vechta in die 1. Bundesliga

2021                                      Wechsel zu Sparkassen Stars Bochum in die 2. Bundesliga Pro A

Basketball-Club Rendsburg e. V. | Rendsburg Twisters
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