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Hallo Coach, wie sah das Leben eines Basketball Trainers während der Coronapandemie aus? Ist dir schon langweilig?

Homfeldt: Nein überhaupt nicht [lacht]. Das haben viele gedacht, aber ich habe auch sonst viele Aufgaben am Schreibtisch zu erledigen. Die konnte ich natürlich auch während des Lockdowns machen. Dazu kommen noch einige, die zuvor aufgrund von Zeitmangel liegen geblieben sind. Im Endeffekt hatte ich fast genauso viele Stunden wie vorher. Leider sind die weggefallen, die mir am meisten Spaß machen - die mit den Jungs in der Halle. Das ist natürlich ein Luxusproblem. Seit kurzem dürfen wir auch wieder eingeschränkt trainieren, so dass wieder etwas Normalität einkehrt.



 

Kommen wir zur nächsten Saison. Ihr habt letzte Woche bekannt gegeben, dass die Twisters auch nächste Saison wieder in der 1. Regionalliga spielen werden. Bleibst du der Coach der Mannschaft?

Die Corona Pandemie hat in vielen Bereichen des Lebens für Veränderungen gesorgt - so auch in der Basketball Regionalliga. Dass eine Saison frühzeitig abgebrochen werden musste, gab es bisher wohl noch nicht. Da zum Zeitpunkt des Abbruches nur klar war, dass Bremen (Tabellenletzter ohne Sieg) absteigen muss und noch absolut unklar war, wer der zweite Absteiger sein würde, legte die Liga fest, dass der zweiter Absteiger in dieser ungewöhnlichen Saison entfällt.

Du hast in dieser Saison das Feld in deutlich größeren Mengen gesehen und im Laufe der Saison eine immer größere Rolle in der Mannschaft übernommen. Wie schwierig war es für dich die Schuhe der abwesenden Leistungsträger vom vorherigen Jahr zu füllen?

Said: Ja wir wussten schon, dass diese Saison eine Herausforderung sein würde, weil mit Chris, Sven und Max die drei wichtigsten Spieler bei den Twisters aufgehört haben. Deshalb mussten viele junge Spieler eine viel größere Verantwortung übernehmen. Auch ich habe mir für die Saison viel vorgenommen und war bereit viel zu spielen. Da sich Paulius in der Rückrunde verletzte, mussten die Spieler auf den großen Positionen noch einen weiteren Schritt nach vorne machen und mehr übernehmen. Ich vertraue in meine Fähigkeiten und war bereit viele Minuten spielen. Wir haben alle eine sehr gute Arbeit geleistet, trotz der ganzen Verletzungen und Komplikationen denen wir gegenüber stehen mussten.

Offensichtlich endete die Saison nicht gut für dich. Wie ist der Stand deiner Erholung und was für eine mentale Einstellung hast du zur Zukunft?

Alles geht nach Plan. Es ist jetzt ein Monat seit meiner OP, und es geht mir jeden Tag ein wenig besser. Ich habe das Gefühl als wird sich um mich gut gekümmert, und somit bin ich auch mit allem momentan zufrieden. Ich glaube daran, dass nichts ohne Grund passiert, und deswegen bin ich motiviert und freue mich darauf, wieder normal trainieren zu können. Am Ende des Tages bin ich davon überzeugt, dass ich durch diesen Prozess ein besserer Spieler werde. Nächste Saison werde ich stärker sein denn je, und ich behalte einfach diese positive Einstellung und freue mich wieder auf die Arbeit.

Was war dein erster Eindruck als du nach Rendsburg gekommen, und wie hat dir dein Aufenthalt hier gefallen?

Es ist wieder soweit. Das alljährliche Charity Game (17 Uhr, Herderschule) steht wieder an. Ein besseres Datum hätte sich die Rendsburger Prominenz für dieses Spiel kaum aussuchen können, denn die Twisters spielen wenige Stunden später in einem ganz entscheidenden Duell gegen Vechta (19:15 Uhr, Herderschule) um den Klassenerhalt.

In der vergangenen Woche haben sich drei große Veränderungen im Kader der Twisters ergeben. Paulius Sakinis wird verletzungsbedingt die Saison nicht beenden können. Aufgrund eines Kreuzbandrisses wurde er letzte Woche Montag erfolgreich operiert. Inzwischen konnte er das Krankenhaus wieder verlassen und hat seine Reha bei Villa Vitalis in Büdelsdorf begonnen. „Wir werden Paulius so gut es geht unterstützen und ihm dabei helfen, dass er bestmöglich durch diese schwere Zeit kommt. Glücklicherweise sind unsere Profi-Spieler bei uns über die Berufsgenossenschaft und unseren Gesundheitspartner atlas BKK Ahlmann gut abgesichert“, so Präsidentin Antje Mevius.

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